Changes

Hallo meine treuen und auch neuen Blogleser!

Wie die Überschrift schon sagt, gab es einige Änderungen in dem letzen Monat, seid wir wieder zurück in Rulenge sind. Da wir ehrlich gesagt mit der Arbeit in der Schule nicht wirklich ausgelastet waren, haben wir schon die ganze Zeit nach alternativen gesucht, um mehr aus der Zeit zu machen, die uns hier in Tansania zur Verfügung steht. Wie Ihr ja schon gelesen habt, bin ich z.B. öfters mal in den kleinen Ort Murugaragara gegangen, um dort die Arbeit von Bruder Lorenzo zu sehen. Auch der Kontakt zu den Mitarbeitern von Caritas ist immer enger geworden und wir waren, wie auch schon beschrieben auf Dorfbesuch mit dabei. Dieses Betätigungsfeld hat sich jetzt dank der gute Kooperation mit Andrea, unserer „Chefin“, noch mehr verstärkt und ich kann jetzt immer donnerstags und freitags mit CBR zusammen Arbeiten. Am Donnerstag geht es meist mit dem Motorrad in ein Dorf, um dort den behinderten Menschen zu helfen und am Freitag kommen die Patienten, die in der nähe Rulenges wohnen zum „Klinikbesuch“. Wir hoffen, dass wir dabei gegenseitig viel lernen können. Es stellt sich doch immer wieder heraus, das es toll ist, wenn man unsere verschiedenen, Kenntnisse kombiniert. Nebeinbei bin ich immer noch weiter sehr aktiv mit der Volleyballmannschaft der Schule. 2 mal die Woche ist Training und auch während der normalen Sportzeit spielen und lernen sie viel neues und verbessern sich stark. Erst gestern habe ich, wie hier üblich, einen „Monthly Test“ in den Volleyballtechniken abgehalten. Die Ergebnisse sind natürlich streng geheim 😉 Im Moment versuche ich auch noch ein Video von einem Volleyballspiel auf internationalem Niveau zu organisieren, da die Schüler und Lehrer so etwas noch nie gesehen haben. Sie sollen ja auch wissen, wo das hinführen kann, wenn sie weiter so fleißig trainieren. (Hat zufällig jemand so ein Video zu Hause, oder kennt jemanden der so etwas haben könnte? Bitte bei mir melden!!!)

As written in the headline there have been a lot of changes in the last month since we are back to Rulenge. Honestly we never been too busy working in school that is why I was always searching for other opportunities to use the time I have here sensefully. You could already read that I was going to the village Murugarargara to visit the Brothers there and see what they are doing in their project there. The contact to the workers of Caritas als grew more close and we were already on a fieldworktrip with CBR. This cooperation will be even better now, with the help of Andrea, my boss, we can now go every Thursday to a village and on Friday the patients close to Rulenge come and visit the hospital were wecan treat them. We hope that we can learn a lot from each other. To combine our knowledges which are quite different is most of the time very good. Besides that I am still training the volleyballteam of the school. Two times a week they are practising and also during normal sportstime they are playing and learn a lot and improve their techniques. I just recently did a “Monthly Test” but the results are top secret 😉 At the moment I also try to get a video of a international Volleyballmatch to show them how modern Volleyball looks like. They never seen sth like that before and they should know where their practise could lead to ( Does anyone has a Video of that at home or do you know someoneß Please let me know!!!!)

Aber auch neben/an der Parish ändert sich einiges: Gleich neben uns hat „Minesite Tanzania“ ihr Lager aufgeschlagen. Dies ist eine Firma, die die Umgebung nach Nickelvorkommen erforscht. Dazu haben sie ein Eingezäuntes Areal, auf dem viele Zelte stehen, in denen sie wohnen, provisorische Toiletten, eine Küche, zwei starke Generatoren etc., errichtet. Eine richtige Parallelwelt ist das. Und auch wir kommen in Kontakt mit dieser. Wir wurden angefragt, ob wir denn nicht ein Hygiene- und Verhaltenstraining für die Angestellten aus Rulenge geben könnten. Wir sind gerade noch dabei dies genauer zu erörtern, da dies kein einfaches Thema ist, und es sehr leicht zu falschen Auffassungen kommen könnte.

Also next to the Parish there are a lot of changes: We have a new neighbour. “Minesite Tanzania” built up a camp where Geologists from all around the world live. They are exploring the regieon for natural resources like Nickel. Therefore they built up a fenced area within tents, toilets, kitchen, two stron genarators etc. It is like a second world. And we also get in touch with it. We were asked to do a hygiene and cultural training with the workes from Rulenge. At the moment we are still evaluation how to do it because this is a very sensitve topic and there is the danger to be missunderstood.

Auch ein weiteres sportliches Highlight stand auf dem Programm: die gesamte sportliche Gemeinde Ruleneges machte sich auf den Weg nach Burundi und mit im Gepäck: 3 Wazungu. In dem Ort Muyinga in Burundi sollte ein Wettkampf in den Sportarten Fußball, Basketball und Netball ausgetragen werden. Aber erst einmal mussten wir dort ankommen. Eigentlich sind das ganze nur ca. 60-80 km Reise und man könnte theoretisch in knapp zwei Stunden angekommen sein, aber das ganze lief natürlich nicht so einwandfrei wie geplant. Die Fahrt ging schon einmal mit einer Verspätung von ungefähr zwei Stunden los. Halb Rulenge war dabei und wie genau diese Menschenmasse in einen Bus, einem Daladala (Kleinbus) und ein paar Taxen passten, ist mir bis Heute noch schleierhaft. Ich saß in dem Daladala mit weiteren 30 Leuten. Die Reise ging los und nach ca. 1 Stunde machten wir die erste Pause, wie ich vermute, damit wir gemeinsam an der Grenze ankommen. An der Grenze angekommen dachten wir, das alles schon im Vorraus geregelt worden war, aber nein, wir standen/saßen am Straßenrand und kamen uns vor wie eine Gruppe von Flüchtlingen, die nicht wissen, ob sie rein oder raus dürfen. Nachdem wir mit der freundlichen Dame im Migrationoffice geredet hatten, durften wir dann doch, da wir ja mit der Sportgruppe unterwegs waren, ohne Visa für den Tag einreisen. In Muyinga angekommen wurden wir alle erst einmal zu einem Essen eingeladen, bis es dann weiter mit den Spielen ging. WOW, das war eine Rießenüberraschung. Ich habe mir ja schon gedacht, dass einige Zuschauer dem Spektakel beiwohnen würden, aber mit dem was dort los war habe ich nicht gerechnet. Geschätzte 3000 Leute standen um das Fußballfeld, nur um dieses Spiel anzusehen. Für diesen speziellen Tag wurde eine Mannschaft aus Spielern von Rulenge und Ngara zusammengestellt, und da, wie die meisten von Euch wissen sollten,  Fußball nicht mein Spezialgebiet ist, wurde ich erst die letzten 10 Minuten eingewechselt. Natürlich war ich für die Menge das absolute Highlight. Als ich eingewechselt wurde, schrie das Publikum vor Begeisterung und jede meiner Bewegungen wurde genauesten beobachtet und kommentiert. Leider haben wir verloren, aber ehrlichgesagt, war mir das nicht so wichtig, es war ein so aufregendes Erlebnis und nach dem Schlusspfiff sind alle Kinder auf mich zugerannt und haben mich umringt, wollten meine Haare, die weiße Haut anfassen und den Mzungu grüßen. Da hätte ich fast Platzangst bekommen. Unglaublich, so was hab ich noch nie Erlebt!

Ich weiß, ich weiß, Ihr wollt natürlich jetzt alle Fotos davon sehen…Ihr habt Glück, die Silvia hatte Ihre Kamera dabei und so gibt es tatsächlich Beweisfotos von unserer Reise nach Burundi. Teresa hat auf Ihrem Blog die Bilder schon hochgeladen, deswegen werde ich fürs erste nur die Verlinkung dazu empfehlen: www.teresaintansania.wordpress.com

Another highlight was the sportevent for which we were travelling to Burundi. All the Football-, Netball- and Basketballplayer and it seemed like the the whole village met in the morning to go with one bus, one Dalladalla and some few Taxis to the “city” of Muyinga. How all the people it into these few cars is still unbelievable to me. To get there usually take around 2 hours for the distance of 60 to 80 kilometers. But well, we are in Africa and so we started with a delay of two hours, drove the first hour waited for all the other cars to arrive at the same time at the border. When we arrived there we had to wait for a long time and we felt like refugees who don’t know where to go. Actually we thought that everything was arranged in advanced… but no, that was not like that. Normally we need a visa to enter Burundi but because we were in this group they allowed us after a short discussion to enter for this day without paying. After that we could finally go on and all of the 30 people entered again the small Dalladalla with wich I was going. When we finally arrived in Muyinga they invited us first to a lunch which was really good and then we started to prepare for the matches. But what happened then I was not prepared for. As we went to the footballground there were already waiting a huge crowed. Around threethousend people, well the Rulenge people say it is 20000, but I don’t believe that. Anyway this was so unexpected. As you know I am not the best footballplayer and that is why I was only a substitution player. But for the last ten minutes is was substitued and the crowd cheered a lot. They were watching every step I did it was so awesome! Well we lost but that was not so important to me because it was so exciting to me and after the final wistle all the children ran after me to touch my hair and my white skin and to greet the Mzungu it was almost a little bit too much. Unbelivable I nevere expirience sth like that before! I know, I know you all want to see some pictures… and yo are lucky. Silvia had her camera with here and Teresa already uploaded some of them on her blog. SO go and visit her page to see them: www.teresaintansania.wordpress.com

Liebe Grüße aus dem regnerischen Rulenge

Euer

Rupert

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Published in: on März 25, 2011 at 3:47 pm  Comments (2)  

Meine Dhau-Schifffahrt oder die Verstrickung von Ursache und Wirkung

Das ist ein kleiner Nachtrag zu meiner Reise. Das Erlebnis mit der Dhaufahrt war eines meiner besten Erlebnisse, deswegen möchte ich Euch diese etwas genauer erzählen!

 

Wie Ihr lesen konntet habe ich einiges auf der Reise erlebt und immer wieder kam es vor, ohne es geplant zu haben, dass sich eines dem Anderen gefügt hat.

So erging es mir auch auf der Suche nach dem Weg nach Mafia Island. Zunächst hatte ich in einem Reiseführer gelesen, dass es zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, um auf die Insel zu gelangen, einerseits mit dem Flugzeug oder andererseits mit dem Boot. Da ich dies vor meiner Abreise gelesen hatte, konnte ich mich vor Ort nicht mehr an die genaue Stelle an dem die Boote ablegen erinnern, also musste ich mich bei Einheimischen durchfragen. Diese Information zu erhalten, stellte sich als gar nicht so einfach heraus, da Mafia Island nicht so bekannt ist wie die berühmte „große Schwester“ Sansibar. Einen Tag vor meiner Abfahrt konnte mir dann doch ein tansanischer Freund den Ort „Kilwa“ nennen. Von dort legen angeblich Boote ab. Da ich Optimist bin und mir dachte: „Das schlimmste was mir passieren kann ist, dass ich einen neuen interessanten Ort kennen lerne und ein oder zwei Tage später den richtigen Hafen finde“.

Die Fahrt ging los und angekommen in dem ominösen Dorf, fand ich tatsächlich Leute, die mir bestätigten, dass es ein Boot gebe, das nach Mafia fährt. Ich solle am nächsten Tag noch mal vorbeikommen um das Ticket zu kaufen. Also bummelte ich durch den Ort, als mich, wie so oft ein Einheimischer begrüßte, diesmal jedoch auf Englisch. Auf der Reise habe ich gelernt, dass es oft nett ist, sich auf ein kleines Gespräche einzulassen also grüßte ich zurück. Bei der Unterhaltung erwähnte er, dass er eine Dhau besitzt, mit welcher er nach Sansibar Fracht befördert. Da ich davor schon mein Reiseziel ansprach, meinte er so nebenbei: „ Auf dem Weg nach Sansibar komme ich ja an Mafia Island vorbei. Fahr doch bei mir mit und ich lass Dich dann dort raus?!“ Nach kurzem Zögern, ich kannte den Mann ja noch nicht einmal mehr als fünf Minuten, ging ich auf das Angebot ein. Warum ich so schnell zusagte kann ich bis Heute nicht sagen, ich weiß nur, dass es eine sehr gute Entscheidung war.

Los ging es um saa saba (Sieben Uhr tansanischer Zeit), also wunderbar um gut zu schlafen und dann in der Früh loszulegen – aber nein sieben Uhr tansanischer Zeit heißt ja 1 Uhr mitten in der Nacht! Während die Crew während der Ebbe am Abend die Fracht, Holzbretter zu Hausbau, in das Boot schichtete ruhte ich mich von meiner Reise ein wenig auf einer Art Hängematte auf dem Boot aus. Der erste Vorgeschmack auf drei Tage Dhau-Schiffahrt. So richtig ging es dann, wie sollte es auch anders in Tansania sein, nicht um 1 Uhr Nachts sondern gegen Sonnenaufgang los. Dank des Windes aus dem Norden, auch Kaskasi genannt, ging es nur sehr langsam voran und ich konnte mich bei ruhiger See an das schwanken gewöhnen. Es ist schon sehr außergewöhnlich, dass diese Fahrt so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, da im Grunde nicht viel passiert ist, aber gerade das war das Besondere. Neben kleinen Gesprächen mit dem Kapitän und dem beobachten der Arbeit der Crew, sie mussten meist mit Eimern das eindringende Wasser aus dem Boot schaufeln und ab und zu das Segel setzen, hatte ich viel Zeit einfach die Seele baumeln zu lassen und über dies und jenes nachdenken.

Der Kapitän stammt von einer kleinen Insel Kenias. Auf die Frage, warum er als Seemann arbeitet, meinte er nur: „Hierfür muss man nicht auf der Schule gewesen sein und ich liebe die See!“ Was gibt es für einen einfacheren Grund?!

Die Natur meinte es auch noch gut mit mir; Zwei mal konnten wir Delfine sehen und zu Heilig Abend gab es einen besonders schönen Sternenhimmel mit vielen Sternschnuppen. Zum 1. Weihnachtsfeiertag fuhren wir durch ein kleines Gewitter, um danach mit einem perfekten Regenbogen belohnt zu werden. Ein Festmahl gab es obendrein, das Fischen lief besonders gut und ein Fisch nach dem anderen wurde an Bord geholt. So konnte sich jeder voll schlagen. Es ist schon etwas ganz besonderes für so eine Landratte wie mich, frisch gefangen Fisch zu essen.

Angekommen auf Mafia Island durfte ich noch mehr über Ursache und Wirkung lernen. Da ich ja keine Kamera mehr habe, kann ich Euch leider keine Bilder von diesem Abendteuer präsentieren. Um Euch jedoch trotzdem einen Eindruck von dem Dhau-Schiffen zu geben, meinte es das Schicksal gut mit mir. Um den Sonnenuntergang zu genießen bin ich am Abend zu einer Lodge gegangen, von der man diesen besonders gut sehen kann. Während ich gemütlich dasitze, bereiten sich nebenan ein Fotograf und ein Pärchen auf ein Fotoshooting, für die Infobroschüre dieser Lodge, vor. Interessiert an dem Geschehen komme ich im Anschluss an das Fotoshoooting ins Gespräch mit dem Fotografen, der sich als Beat, ein typischer Schweizer, vorstellt. Im Gespräch merke ich, dass er ein sehr angenehmer Mensch ist, und in seinem Leben schon sehr viel erlebt hat. Seine ruhige Art von seinen Erlebnissen zu erzählen, die eigene Sicht der Dinge und Professionalität machen ihn zu einer Interessanten Persönlichkeit. Er erzählte mir von einem Projekt bei dem es um eine spezielle Art des  Buddhismus ging, wovon er eine Fotoausstellung erarbeitete, und dann auch noch von seiner aktuellen Arbeit:

Drei Monate – von Oktober bis Dezember 2009 – reiste er entlang der Küste Tansanias. Beobachtet Fischer und Bootsbauer, studiert Handbücher und lauscht Legenden, beschaute sich das Treiben am Hafen und segelte schließlich selbst mit auf einer Dhau. Er fotografierte weit draußen auf dem Meer, bei Wind und Wellengang. Seine Aufnahmen zeigen Menschen bei der Arbeit und bei der Überfahrt von Hafen zu Hafen mit denen er Geschichten und Märchen erzählt und so alle daran Teilnehmen lassen an seinen abenteuerlichen Reisen. Beat Pressers Tansania-Reise war ein Abenteuer, mit hartnäckigen Sturmböen, 22-stündigen Überfahrten und halblegalen Nacht-und-Nebel-Aktionen. Sehr fasziniert hat mich, dass er mit seiner Fotoausstellung, die er auf eine Dhau montierte, im Indischen Ozean von Hafen zu Hafen segelte. So konnte er, in Kooperation mit dem Goethe- Institut Dar Es Salaam, zu den Entstehungsorten zurück und den Menschen vor Ort die ganz besondere Wanderausstellung präsentieren.

Wen das jetzt neugierig gemacht hat und auch noch Bilder davon sehen möchte, kann ab April das Buch zu dieser Reise im Handel erwerben. Es erscheint im Horst Moser Verlag in München. Ich werde es mir bestimmt zulegen!

Durch diese Verkettung von Ursache und Wirkung ist aus dieser Reise etwas ganz besonderes für mich entstanden, an das ich mich bestimmt für immer erinnern werde!

Euer

Rupert

Published in: on März 12, 2011 at 8:39 am  Comments (4)  

Halbzeit

Wieder ist ein Monat rum und es steht eine „4“ vor der verbleibenden Monatszeit in Tansania. Passend zur Halbzeit waren wir Freiwillige auf unserem Zwischenseminar. Zunächst aber noch ein kurzer Bericht von den ersten Volleyballstunden und der Theatergruppe.

And again one month has passed and there is already a „4“ on front of the number of month left in Tanzania. It is haftime and we were we volunteers had a seminar in Mwanza. First I want to report about the Volleyballlessons and the Drama Club.

Es hat nicht geregnet und wir konnten die erste Unterrichtsstunde im Fach „Volleyball“ beginnen. Als erstes stand auf dem Programm: grundsätzliche Regeln für das Training und eine kurze Einführung in die offiziellen Regeln des Volleyballs. Da ich schon davor öfters mal mit den Schülern Volleyball gespielt habe, war mir bewusst, dass es da noch einige unterschiedliche Auffassungen zum Regelwerke gab. Ein Ziel von mir wird deshalb sein, ihnen das Rotationsprinzip beizubringen und eine Verbesserung der Techniken. Nach den ersten drei Stunden habe ich nun auch eine feste Mannschaft von ca. 15 Schülern, die alle mit Begeisterung dabei sind. Die ersten Erfolge zeigen sich auch schon: Am späten Nachmittag kommen immer noch ein Father und ein Mitarbeiter der Caritas zum Volleyball spielen und sie meinten, dass man schon klare Verbesserungen zeigen. Die Hoffnung besteht, dass ich den Schülern so viel beibringen kann, dass sie, wenn ich wieder in Deutschland bin, sich selber trainieren können.

It didn’t rain and so I could teach the first period of the subject “Volleyball”. I started with the rules for the training and an introduction to the official rules of the game. As I participated occassionally the game with the students I knew that there are some diferent opinions of the rules. One aim therefore will be to show them the rotational order and to improve the techniques. After the first three periods I have a team of around 15 students who all participate with a lot of enthusiasm. First achievments are visible: in the late afternoon some fathers of the diocese and workers of caritas join the match and they said that the students already improved. Ther is the hope that I can teach them so much that they are able to train themselves after I left Tanzania.

Meine Kollegin Teresa hat mit dem Projekt „Schultheater“ begonnen, bei dem ich auch versuche mitzuhelfen. Dies ist so spannend, da die Schüle noch nie in ihrem Leben ein Theater gesehen haben, geschweige denn selbst eines gespielt haben. Sie kennen nur kurze Aufführungen von 10 bis maximal 15 Minuten während der Graduationfeier. Nach einer Auswahl von Schüler begannen wir das Stück „The black Hermit“, in dem es um die Konflikte zwischen traditionellem Dorfleben und modernem Stadtleben und Naturreligionen und Christentum geht, durchzulesen. Obwohl wir Schüler hatten, die eigentlich ganz gut Englisch sprechen können, stellte sich das Lesen schon als kleine Schwierigkeit heraus, doch nachdem wir Ihnen die Hausaufgabe gaben, die nächsten Passagen schon einmal vorzubereiten, ging dieses auch immer besser. Es wird spannend ob wir das alles hinbekommen, da wir bis Anfang Mai das Stück aufführen wollen, ab diesem Zeitpunkt sind die Schüler der Form 4 schon auf dem Weg nach Hause.

My college Teresa started the project „Drama Club“ whereby I try to help. This is very exciting because non of the students ever played a play or even has been in a theatre. They only know short sketches from the graduation which are about 10 to 15 minutes. After a selection of students we started to read the play “The Black Hermit”. It is about the conflict between traditional life in the village and modern city life and between christanity and traditional believes. We chose students who can speak english very well but it was a challenge to read the text out loud. After the homework to prepare the scenes in advance this improved. It will be interesting to see if we can make it because the time is very limited. In the beginning of Mai the first students will leave for midtermbreak and we would love to show the play before.

Die letzte Woche waren wir auf dem Zwischenseminar in Mwanza, zusammen mit den anderen Freiwilligen des Bistums Würzburg und Münster. Insgesamt eine Gruppe von ca. 30 Leuten aus ganz Tansania (Rulenge, Ngara, Iringa, Sumbawanga, Peramiho, Mbinga und Mtwara). Es wurden viele Erfahrungen ausgetauscht, es wurde von den Projekten erzählt, reflektiert, ausgetauscht was man verbessern könnte, was besonders gut läuft, etc. Natürlich wurde auch unsere Rolle als Freiwillige im Land besprochen und auf welche Schwierigkeiten man so stößt als „Weißer“. Es gab auch Zeit um persönliche Probleme in Einzelgesprächen zu behandeln.

Last week we were for a seminar in Mwanza, together with all the volunteers of the diocese of Würzburg annd Münster. Alltogether around 30 volunteers from all around Tanzania (Rulenge, Ngara, Iringa, Sumbawanga, Peramiho, Mbinga und Mtwara). We exchanged our experiences, talked about our projects, reflected on it and talked about how to upgrade. We also talked about the role of  us volunteers in this country and the difficulties we face as being a “White”. There was also time to talk about personal problems in small groups.

Sehr interessant war der Besuch in der Saint Augustin Universität in der wir eine Vorlesung besuchten und dort eine Diskussionsrunde mit den Studenten hatten. Es wurden Meinungen ausgetauscht über unser Bild von Tansania und das Bild der Tansanier über Entwicklungshilfe im eigenen Land. Es gestaltete sich eine sehr inspirierende Diskussion, die wir noch lange hätten fortführen können.

We also visited the Saint Augustin University for a hearing and were able to discuss very controversy with the students. We exchanged the point of view of Tanzania and what they think of  development aid. It was very inspiring and we could go on for hours but time was limited.

Ein weiterer Themenpunkt war der Besuch einer NGO (Non Govermental Organisation) in Mwanza. Ich war in der Gruppe die sich die NGO Adelisha ansah. Diese versucht den Straßenkindern in Mwanza zu helfen, in dem sie versuchen diese wieder in ihre Familien versucht zu integrieren und ihnen einen Schulbesuch/Ausbildung ermöglicht. Oft besteht aber die Hilfe einfach in persönlicher Zuwendung und Gesprächen mit den Betroffenen. Warum sie einen so guten Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen haben, liegt daran, dass die Streetworker, mit denen wir auch in Mwanza unterwegs waren, selber von der Straße kommen und dort 16! Jahre lebten.

Another topic was the visit of an NGO in Mwanza. I was in the group which went to the NGO Adelsha which tries to help streetchildren to integrate them back into their families and help them to get education. Often the help is just to talk to them and give them personal attention. The reason why they have such a good contact to the children/youth is because the streetworkers themselves were living on the street for 16! Years.

Ein krasses Kontrastprogramm dazu war das letzte gemeinsame Essen in einem Nobelhotel in Mwanza. Natürlich können wir uns so was nur leisten, da der Euro im Vergleich zum Tansanischen Schilling so viel mehr wert ist und ein Gericht mit Getränk nicht mehr als umgerechnet 6 € kostet. Ein komisches Gefühl war es trotzdem und das Beste war der Strand, an dem ich meine Slackline aufhängen konnte und zum Sonnenuntergang meinen ersten Rückwärtssalto ausprobieren konnte.

A big contrast was the last meal together in one of the most posh hotel in Mwanza. We only can afford sth like that because the Euro in comparison with the Tanzanian shilling is so much more worth. So one meal with a beverage is around 6€ (9$US). It was a strange feeling anyway. Best was the beach where I could try in the sunset on the slackline my first backflip.

Insgesamt gesehen war das Seminar sehr gut und es war spannend andere Freiwillige aus anderen Projekten zu treffen und einen Erfahrungsaustausch herzustellen.

Nun sind wir wieder zurück in Rulenge und Andrea Weißer unsere Betreuerin des BDKJ ist auch dabei, um viele Gespräche mit allen Beteiligten des Weltwärtsprojektes zu führen. Für mich heißt es jetzt wieder voll ins Training einzusteigen und die verbleibende Zeit so gut wie möglich nutzen.

Alltogehter the seminar was very nice and it was very interesting to meet other volunteers and to exchange our experiences.

Now we are back in Rulenge and Andrea Weißer our Mentor from Germany of the BDKJ is with us. She is talking to all the people involved in the Projects. For me it is now to start again with the volleyballtraining and to use the last few month as well as possible.

Euer

Rupert

Published in: on März 6, 2011 at 5:31 am  Schreibe einen Kommentar